Herbstprojekt:
Outdoor-Teamtraining in Seebrugg für die 5. Klasse
Nur gemeinsam lassen sich die Aufgaben lösen, welche die 5. Klassen von Realschule und Gymnasium bei ihrem Outdoor-Teamtraining zu bewältigen hatten. Da gieht es zum Beispiel darum, mit Baumstämmen und einem Seil einen imaginären Fluss zu überqueren oder die rettende Insel in der Mitte eines gedachten Sumpfes gemeinsam zu erreichen.
Das Herbstprojekt dient insbesondere dem gemeinsamen Zusammenwachsen. “Wir haben uns alle besser kennengelernt, auch die neuen Kinder und die aus der Realschule”, erzählt Linus Tubessing (5a) über das Herbstprojekt im Jahr 2008.
Von der Jugendherberge in Seebrugg aus ging’s los zu den vielfältigen Unternehmungen. ‘Normale’ Wanderungen mit Gruppenspielen rund um den Schluchsee standen genauso auf dem Programm wie eine spannende Nachtwanderung ohne Taschenlampen. “Wir haben den großen und den kleinen Wagen gesehen und viele Sternschnuppen”, ist Kalvin Wolf (5a) begeistert.
GPS unnötig:
6.-Klässler lernen
Orientierung mit Karte und Kompass
Anders als Hänsel und Gretel
müssen die 6.-Klässler keine Brotkrumen ausstreuen, um den Weg wieder nach
Hause zu finden. Ein bekanntermaßen ja auch wenig hilfreiches Verfahren. Nach
der Orientierungslauf-Woche im Oktober finden Sie ihren Weg auch so – mit Karte
und Kompass.
Die theoretischen Grundlagen
werden an drei Tagen in bekanntem Gelände im und ums Montessori Zentrum
ANGELL Freiburg gelegt. „Wir haben zuerst ein Landschaftsmodell gebastelt mit verschiedenen
Bergen. Dann haben wir Nadeln drauf gesteckt und die mit Schnüren verbunden.
Das waren die Höhenlinien“, erklärt Lena Hög. „Auf dem Modell sollten wir den
besten Weg finden.“ Mit einer Karte vom Pausenhof ging es nach draußen. „Wir
haben die Standorte von den Bäumen, dem Brunnen und den Häusern eingetragen.
Manches war auf der Karte auch falsch oder hat gefehlt, das haben wir dann mit
dem Kompass festgestellt und eingezeichnet“, erläutert Aaron Leidig.
Für die letzten beiden
Projekttage geht es dann ins Gelände. Vom Giersberg aus sollen die 6.-Klässler
den Weg zum Kirchzartener Bahnhof finden – was in der Regel reibungslos klappt.
Die Resonanz ist positiv:
„Es macht Spaß – mehr als die normale Schule – und jetzt können wir mit Kompass
und Höhenlienien umgehen“, meint Konstantin Keller.
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"Mein Kind war so begeistert..." - Winterprojekt der 6. Klassen in Saas Grund
Ende Februar war es für die 6.-Klässler endlich wieder soweit. Realschüler und Gymnasiastem traten ihre Fahrt nach Saas Grund an. Die Projekttage sind eine Mischung aus Spaß, Sport, gemeinsamem Zusammenwachsen, Selbstorganisation und Verantwortung, die bei SchülerInnen und LehrerInnen gleichermaßen beliebt ist. Wolfgang Weihpratitzky und Bernhard Max hatten alles bis ins Detail organisiert und nahmen sich auf der Piste zusammen mit Siri Mahler auch der 'blutigen' Skianfänger an.
Bei strahlendem Sonnenschein ging's zum Skifahren, abends lockten die Eisbahn und die Besichtigung des Ortes. Kleine und große ANGELLer konnte man auch auf großen Gummischläuchen die Hänge runterflitzen sehen (Snowtubing). Bei allen Aktivitäten hatte jedes Kind seine Aufgaben. Da war zum einen das Essenkochen, das jeweils eine Klasse für die gesamte Gruppe übernahm - immerhin an die 40 Leute. Die Generalprobe - das Essen für vier Personen am heimischen Herd - war den meisten bis dahin schon geglückt. Und auch die Speisung der "Massen" hat laut Testesserin Christa Domke "prima geschmeckt - und alle haben sich für das Essen bedankt."
Für Beschäftigung sorgte außerdem die Projektzeitung. Dafür recherchierten die 11- bis 12-Jährigen Informationen über den Ort beim Tourismusbüro, untersuchten die Entstehung von Gletschern oder dokumentierten den Tagesablauf.
Die Bedeutung der Projekttage reicht weit über das gemeinsame Skifahren hinaus. Christa Domke: "Was auch ganz toll ist, ist das Zusammenwachsen von Parallelklassen durch die gemeinsamen Aktivitäten. Es kommen neue Freundschaften zustande, das Vertrauen zwischen Schülern und Lehrern vertieft sich und man wächst auch als Gemeinschaft zusammen. Das merkt man dann in den ganzen folgenden Jahren, in denen die Klassenverbände noch so zusammen sind." Und auch die Eltern spüren zu Hause noch die Lebendigkeit der Projekttage, was eine Mutter so auf den Punkt gebracht hat: "Danke an alle Lehrer und Schüler, die da waren. Mein Kind war so begeistert!"
Bodenseeprojekt und Landwirtschaftsprojekt der Klassen 7
Erst bereiten sich die 7.-Klässler des Gymnasiums zwei Wochen inhaltlich vor, dann fahren sie an den Bodensee und erkunden das, was sie in der Theorie schon gelernt haben. Meersburg, Friedrichshafen und Konstanz stehen auf dem Programm des Bodenseeprojekts. Ebenso die Pfahlbauten, das Meeresaquarium, ein Freilicht- und das Zeppelinmuseum. Vor Ort halten die jeweils vorbereiteten ‘Experten’ ihre Referate. Das Pfahlbautenmuseum hat Lena Hög am besten gefallen. “Da war alles so wirklich. Es ist zwar nachgebaut, aber mit den ursprünglichen Materialien und den damaligen Werkzeugen.” “Im Winter würde ich da wahrscheinlich nicht überleben”, ist Gerion Zink beeindruckt. Auch das Zeppelinmuseum kam gut an. “Der größte Zeppelin war die Hindenburg mit 130 Metern - das Museum hätte mehrmals in das Luftschiff reingepasst”, berichtet Konstantin Keller.
Besonders angetan waren die Jugendlichen von der Katamaranfahrt über den Bodensee, der Jugendherberge und dass neben dem Kulturprogramm auch noch einiges an Freizeit blieb.
Beim Bauernhof-Projekt der Klasse 7r steht der konkrete Bezug zu den Lebensgrundlagen im Mittelpunkt. “Die Jugendlichen sollen real erleben, dass letztlich alle Nahrungsmittel auf der Landwirtschaft basieren”, erklärt Klassenlehrerin Siri Mahler. In mehreren Gruppen können die Schülerinnen und Schüler auf dem Öko-Landgut Hohenberg in der Pfalz in der landwirtschaftlichen Produktion mitarbeiten. Da gibt es die Gruppe ‘Feld, Garten, Tiere’, die z.B. Eicheln für die Schweine sammelt und Zäune repariert. Dann gibt es die Gruppe ‘Milch und Milchverarbeitung’, in der die Ziegen gemolken werden, was meist besonders gut ankommt. Eine Gruppe heißt ‘Rund ums Essen’. Sie ist damit beschäftigt, jeweils frisch zu kochen, Getreide zu verarbeiten und Brot zu backen. An jedem Tag wird unter Anleitung eines Hofmitarbeiters in einem anderen Bereich gearbeitet. Und auch das Freizeitvergnügen kommt nicht zu kurz, sei es bei der Nachtwanderung mit Lagerfeuer oder beim Theaterspiel am Abend.
Kletterprojekt
Den Unterschied zwischen künstlicher Kletterwand und natürlichem Fels lernen viele Schüler und Schülerinnen während der Projekttage am Ende des Schuljahres kennen. Die meisten Schüler der Klassen 5 bis 7 sind bis zu diesem Zeitpunkt nur an der schuleigenen Boulderwand geklettert. Zunächst wird am ersten Tag an der Boulderwand die Klettertechnik verbessert mit Bewegungsaufgaben und Kletterspielen. Am zweiten Tag wird es in der Kletterhalle von „Impulsiv“ in Emmendingen dann richtig spannend. In Dreiergruppen (Kletterer, Sichernder, Hintersicherung) geht es hoch hinaus. Ziel ist u.a. die 17 Meter Wand im Kletterturm.
Der dritte Tag bringt für fast alle ein neues Erlebnis: Klettern am natürlichem Fels. Am Gfäll in Oberried zeigen sich gleich die Unterschiede. Doch Interesse und Ehrgeiz lassen die Schülerinnen und Schüler die Schwierigkeiten an den Kletterwänden überwinden und ihr Ziel erreichen.