Anliegen der Station Hermes ist der kreative Umsetzungsprozess von Kunst und Literatur, Theater und Ballett. Auch die kritische Auseinandersetzung mit literaturwissenschaftlichen Themen sowie mit journalistischen Medien gehört zum Programm des 1997 gegründeten "Kulturumschlagplatzes". Unterschiedliche Projekte ziehen jeweils andere, aufgrund der freiwilligen Teilnahme aber immer interessierte Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassen an. Dieses Konzept ist grundlegend für die Entfaltung vieler unentdeckter Fähigkeiten, die im Schulalltag verborgen bleiben. Jedes Projekt hat zum einen ein Präsentationsziel für die Gruppe, und führt zum anderen zu einem Ergebnis im kreativen Bereich für jeden Einzelnen in einem von gebundener Wertung freien Raum.
Die Projekte:
2006: Gänsehaut und feuchte Augen gehörten zum Kulturabend AugenBlick im Mai 2006. Die Musikgruppe Dickicht um Johannes Meyer (Kl. 12) brachte mit Mundschlagzeuger, Kaugeräuschen und traditionellen Instrumenten die Winterreise von Schubert ganz neu zu Gehör. Schülerinnen und Schüler der 11. bis 13. Klassen rezitierten anschließend Gedichte und Texte von Rilke, Tucholsky, Hofmannstal, Miró und anderen. Dazu zeigte die Tanz-AG eigenwillige Choreografien. Der Dank für den eindrücklichen Abend geht an die Akteure und an die Verantwortlichen: Bärbel Schmid, Anette Brugger, Ina Haferkorn und Inge Schröder-Lauber.
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Februar 2005 bis Ende Januar 2006: Projekt „Jugend schreibt“ in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Juni 2003: Theaterabend "Schlaf-Süßer-Schlaf?" in Verbindung mit dem dritten Wettbewerb für kreatives Schreiben.
Oktober 2001 bis Januar 2002: Projekt "Kalif Storch" und "Woyzeck": Patenschaft für 2 Inszenierungen der Städtischen Bühnen Freiburg in Zusammenarbeit mit Studenten der Colgate University, Hamilton, New York, der Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg.
2000: Theaterabend: "Ungeheuer ist viel und nichts ungeheurer als der Mensch" Szenen zur moralisch-ethischen Verantwortung von Naturwissenschaft und Technik im Spiegel der Literatur
2000: Symposion der Stiftung Weimarer Klassik: Kleist, Jean Paul und Hölderlin
2000/2001: Projekt mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Jugend schreibt"
1999: Modellprojekt "Ballett und Schule" Amanda Millers Ballett Freiburg "Pretty Ugly" und die Station Hermes vom ANGELL-Gymnasium: Kreative Rezeption einiger Kunstwerke von Louise Bourgeois
1997: "Mythen - erzählt und getanzt" Ein Mythenabend ("Sisyphos"; "Narciss und Echo"; "Amor und Psyche")
1997: Erstes Lesefest in Zusammenarbeit mit dem S. Fischer Verlag: Lesung von Josef Haslinger, verbunden mit einem Wettbewerb für kreatives Schreiben zum Thema "Abschiede" für die Oberstufenklassen der Freiburger Gymnasien
1997: Projekt mit dem S. Fischer Verlag, Frankfurt, zum Rezeptionsverhalten Jugendlicher
1997: Patenschaft für Schillers "Räuber", Städtische Bühnen Freiburg
1997: Patenschaft für das Jugendstück "Die Schaukel" von Edna Mazya, Städtische Bühnen Freiburg
1996: Illustrierung des Romans "Geboren 1999" von Charlotte Kerner
Außerdem:
Auf den Spuren deutscher Dichter...
Jährliche Literaturreise der Klasse 13
„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“, befand einst Goethe und finden auch die Schülerinnen und Schüler der Stufe 13, die sich auf die von Dr. Bärbel Schmid vorbereitete Literaturreise begeben. In fünf Städten – Tübingen, Marbach, Ludwigsburg, Knittlingen, Maulbronn – folgen sie den Spuren großer literarischer Geister vor allem des 18. und 19. Jahrhunderts. Die Reise macht deutlich, dass in Süddeutschland zur Zeit der französischen Revolution besonders viele Freidenker und Freiheitsdichter lebten. Eine der Kaderschmieden war das evangelische Stift in Tübingen, das neben Friedrich Hölderlin auch Wilhelm Hauff, Eduard Mörike, G.F.W. Hegel und Wilhelm von Schelling besuchten.
Ausgangspunkt für die literarischen Streifzüge ist die schöne, am Neckar gelegene Jugendherberge in Tübingen. Das straffe Kulturprogramm wird durch leckere Picknicks an der Uferpromenade aufgelockert. Die Reise wird meist begeistert aufgenommen: „Es ist schon ein Unterschied, ob ich ein Reclamheftchen lese oder ob ich selbst vor Ort bin“, meint ein Schüler.
Kontakt:
Dr. Bärbel Schmid
Montessori Zentrum ANGELL Freiburg e.V.
Mattenstr. 1
79100 Freiburg
eMail: d.stier@angell.de
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